Projekt Outdoorküche – Teil 2 – Grundmauern

DIY - Aussenküche mit Einbaugrill selber bauen

Outdoor Kitchen Teil 2

Die Schalung entfernen

Nach gut drei Wochen durfte die Schalung ab. Allerdings war ich mir mit der Belastbarkeit noch nicht 100% sicher. Deshalb einfach noch mal gute zwei Wochen mit den Grundmauern warten. Sicher ist sicher. Auch wenn es wirklich schwer fiel. 🙂

Die Wartezeit konnte ich aber nutzen, um die bald nötigen Baumaterialien heranzuschaffen und schon mal auf der Terrasse zu lagern. Über die lange Wartezeit hinweg ließ sich das super mit einigen kleineren Fahrten zum Baumarkt erledigen. 😉 Zum Mauern haben wir uns Porenbeton-Steine (Planbaustein 624*249*75mm) besorgt. Dieses Material ist relativ leicht zu verarbeiten, nicht zu schwer und ausreichend hitzebeständig.

Die erste Reihe Steine

Jetzt konnte endlich der für das Kind im Mann spannendste Teil beim Bau einer Outdoorküche beginnen – das Mauern! 🙂

Schnell macht sich aber auch hier ein wenig Ernüchterung breit, denn ganz so leicht wie früher mit Lego war es dann doch nicht. Gerade die erste Reihe Steine (die nachher entscheidend für das Niveau und die Flucht des gesamten Bauwerks ist) muss in einem dicken Mörtelbett mit sehr viel Geduld und Hilfe der Wasserwaage sehr sorgsam ausgerichtet werden. Auf dem folgenden Bild seht ihr den Fortschritt eines ganzen Tages… so lange hat es bei uns tatsächlich gedauert, bis die Steine korrekt lagen.

 

Allerdings war danach ja ohnehin die nächste Zwangspause angesagt, denn auch die Mörtelschicht unter der ersten Steinreihe sollte jetzt erstmal ausreichend Zeit zum Trocknen haben. Und da die Temperaturen um Winter auch unter der überdachten Terrasse sehr gering waren, lieber einen Tag mehr, als einen Tag zu wenig…

Die Grundmauern

Nachdem die erste Reihe Steine ausreichend Zeit zum Trocknen hatte, haben wir dann mit den Rest gemäß Plan hochgemauert. Das ging erfreulich schnell und leicht von der Hand. An die vorgeschriebene Verzahnung haben wir uns nicht wirklich gehalten (wie man auf dem Bild sieht) – allerdings denke ich, dass es auch so ausreichend stabil ist und es hat halt beim Zuschnitt der Steine ein wenig Arbeit gespart. Für das Auftragen des Klebers hatte ich mir eine passende Plankelle (mangels Verfügbarkeit im Baumarkt) bei Amazon bestellt (Amazon: 75mm Plankelle) – damit war das Auftragen des Klebers auf die Steine wirklich kinderleicht. Wir hatten also richtig Spaß beim Setzen der Steine – wäre da nur nicht diese doofe letzte Steinreihe gewesen…

Aufgrund der später angepeilten Arbeitsplattenhöhe waren drei Reihen Steine zu niedrig und vier Reihen Steine deutlich zu hoch. Also mussten wir für die letzte Steinreihe die Porenbetonsteine der Länge nach entsprechend zuschneiden. Ich kann euch sagen, dass das eine riesige Sauerei ist. Trotz Staubsauger sah die halbe Terrasse nachher aus, als hätte es jemand einen Sack Mehl im Wind verstreut. 😀

Aber irgendwann war dann auch die letzte Reihe Steine gelegt und es gab mal wieder ein paar Tage frei, damit alles trocknen konnte.

Verputzen – ich hasse putzen!!!

Danach wurde dann alles mit Tiefengrund vorbereitet und alles einigermaßen verputzt. Warum einigermaßen? Naja, eine Meisterleistung war das mit dem Verputzen am Ende nicht – aber zumindest eine einigermaßen ebene Fläche kam heraus. Das auch nur dank meiner Frau, die zum Glück nicht ganz so grobmotorisch mit der Kelle hantiert wie ich. 🙂 Letzten Endes spielte es für uns aber auch keine so wichtige Rolle, dass der Putz schön aussah – schließlich sollte am Ende alles mit Holz verkleidet werden. Und auch hier folgte erstmal wieder eine Trockenpause.

In den nächsten Tagen wurden dann die Elektroleitungen, soweit das ohne die Arbeitsplatte möglich war, verlegt. Das erfolgte alles über Putz, da die Leitung sowieso in den Schränken liegen würden und sie dort keiner sieht. Hierbei wurden die Positionen von Grill, Warmwasserspeicher und Kühlschrank entsprechend berücksichtigt. Zusätzlich sollten auf der späteren Ablage noch zwei Steckdosen (eine links und eine rechts vom Grill) verbaut werden. Der Grill selber sollte über einen Schalter stromlos geschaltet werden können und zum krönenden Abschluss sollte noch eine Lampe auf die Ablage montiert werden.

Die Grundmauern standen also – jetzt hieß es erstmal Holz besorgen. Für die Verschalung der Arbeitsplatte aus Beton reichten die Reste aus der Garage bei weitem nicht…

Weiter geht es hier mit Teil 3 – Arbeitsplatte…