Projekt Outdoorküche – Teil 4 – Fliesen

Outdoor Kitchen Teil 4

Das Kleben der Fliesen

Während die Arbeitsplatte trocknete, fingen wir unten in den Schränken mit dem Kleben der Fliesen an. Die Fliesen hat natürlich meine Frau ausgesucht und selbstverständlich zielsicher zu besonders teuren Fliesen gegriffen. Aber ich beschwere mich nicht – die Fliesen sind schön und der Grill war immer noch deutlich teurer als alle Materialien zusammen. :mrgreen:

Da das Fliesenlegen für uns (genau wie das Mauern und das Arbeiten mit Beton) eine Premiere war, kam es uns ganz entgegen, dass wir die Schrankböden quasi erstmal zum „Üben“ hatten. Irgendwelche unsauberen Kanten und nicht ganz perfekte Fugen würde nachher unter dem Kühlschrank zumindest optisch keine Probleme bereiten. 😉

Ich finde aber für unser erstes Mal sieht das Ergebnis ganz gut aus. Den Fliesenschneider habe ich mir übrigens im Baumarkt besorgt und dachte, für die paar Quadratmeter wird er es schon tun. Leider zeigte sich mal wieder – wer billig kauft, kauft zweimal. Die Fliesen habe ich letzten Endes mit der Flex geschnitten, da der Fliesenschneider eigentlich nur eins gut konnte: Fliesen zerstören! 😕

Am selben Abend habe ich dann noch Ersatz bei Amazon bestellt – im Baumarkt vor Ort gab es leider keine große Auswahl. Geworden ist es der Bosch PTC 470 (Amazon) – ein Unterschied wie Tag und Nacht. Damit war der letzte Unterschrank dann wirklich kein Problem mehr. Hätte wirklich nicht gedacht, dass es bei so vergleichsweise simplen Gerät wie einem Fliesenschneider solch gravierende Unterschiede in der Qualität gibt.

Die Ablage

Den Rest des Tages haben wir dann noch genutzt, um aus den restlichen Porenbetonsteinen die Ablage auf der Arbeitsplatte zuzuschneiden.

Auch die Ausschnitte für die Steckdosen haben dann doch ein wenig mehr Zeit als erwartet gekostet. Auf dem Detailbild sieht man,denke ich, auch warum. So ganz trivial war das Zuschneiden nicht. 😆

Am nächsten Tag konnte bzw. musste dann endlich die obere Schalung der Arbeitsplatte runter. Tagesprogramm für heute war dann das Verkleben der vorbereiteten Porenbeton-Steine. Für den Bereich hinter dem Grill hatten wir eine Fermacell-Platte besorgt und ein entsprechendes Stück zugeschnitten, so dass wir dann dort später auch Fliesen kleben konnten.

Dann habe ich noch die Leerdosen für die Elektrik in die vorgesehenen Aussparungen eingesetzt und ausgerichtet.

Weil dann am Ende des Tages noch Zeit übrig war, haben wir dann auch noch den Boden der Grill-Aussparung gefliest.

Das ging mittlerweile relativ flott von der Hand. Allerdings haben wir es uns zumindest beim hinteren Wandanschluss auch sehr leicht gemacht und dort einfach eine größere Fuge akzeptiert. Die Ausschnitte und deren Position stammen übrigens aus dem Handbuch des Grills. Hier muss ich aber auch direkt eine negative Anmerkung zum Handbuch von Napoleon machen: Die linke, hintere Aussparung ist meines Erachtens viel zu groß und unnötig. Hier werden später eigentlich nur ein paar Kabel nach unten geführt und sollte man die Elektroeinheit des Grills nicht direkt unter den Grill bauen wollen, dann reicht eine kleines Loch durch welches die Kabel geführt werden können völlig aus.

Nagut – sonderlich tragisch ist die zu große Öffnung trotzdem nicht. Schließlich sieht das beim eingebautem Grill sowieso niemand. Aber es zeigt einmal mehr, dass man sich nicht immer blind auf die Anleitungen verlassen sollte.

Und dann noch der Rest…

Am nächsten Tag haben wir dann die restlichen Fliesen auf der Arbeitsplatte und hinten auf der Ablage verklebt.

Bei den gemusterten Fliesen gar nicht so einfach darauf zu achten, dass immer verschiedene Fliesen nebeneinander liegen. Aber meine Frau hatte das natürlich die ganze Zeit im Blick – so ist am Ende nichts schief gegangen. 🙂 Das Ganze musste jetzt natürlich wieder ein wenig trocknen und dann ging es ans Verfugen.

 

Hier geht es weiter mit Teil 5 – Verfugen & Farbe…