Projekt Outdoorküche – Teil 1 – Planung & Fundament

DIY - Aussenküche mit Einbaugrill selber bauen

Outdoor Kitchen Teil 1

Die Idee Outdoorküche

Im Sommer 2017 stand ich in meinem Garten an meinem kleinen Weber-Gasgrill (Spirit E210) und mir wurde irgendwie klar, dass die Zeiten des kleinen Einsteigermodells bald gezählt sein würden und ich einen größeren Gasgrill haben möchte. Das soll jetzt keine direkte Kritik am kleinen Weber-Grill sein – der hat mir immer Spaß bereitet und mich in knapp 3 Jahren Nutzungszeit nie im Stich gelassen. Aber irgendwie steigt ja mit der Zeit der Anspruch ans Grillen und wenn man ein kleines Modell mit 2 Brennern hat, dann sind da schnell Grenzen gesetzt. Es musste also etwas Größeres her und schnell kam meiner Frau und mir dann der Gedanke an eine Outdoorküche.

Outdoorküche, Aussenküche, Grillküche, Gartenküche – egal, Hauptsache geil! 😀

Wir hatten Outdoorküchen mehrfach im Amerika-Urlaub gesehen und mit dieser fixen Idee im Kopf begannen dann die ersten Recherchen im Internet zwecks Inspiration und Planung. Es strichen ein paar Wochen ins Land und dann stand fest: Unsere überdachte Terrasse sollte um eine Outdoorküche mit Gasgrill, Kühlschrank und Waschbecken bereichert werden.

Die Wahl des Grills

Wichtig war, dass zunächst der Grill feststehen musste. Schließlich war er die wichtigste Komponente der Outdoorküche und alles andere sollte sich an den Grill anpassen – nicht umgekehrt. Zudem wollte ich den Grill unbedingt vor dem Bau kaufen, damit ich nicht nachher einen Rohbau auf der Terrasse habe und den passenden Grill (aus irgendwelchen Gründen) nicht mehr bekomme. Man weiß ja nie…

Die Qual der Wahl. Einbaugrills gibt es viele – wenn auch nicht von jedem Hersteller. Ich war mit Weber bei meinem Spirit E210 eigentlich immer sehr zufrieden. Auch mein Weber-Kugelgrill gefällt mir bis heute ausgesprochen gut. Leider bietet Weber allerdings keine Einbaugrills an, weshalb ich gezwungen war, mich bei anderen Herstellern umzusehen. Ich will jetzt hier keine Kaufberatung für einen Einbaugrill starten – letzten Endes habe ich mich für den Napoleon BIPRO665 RBPSS-2 (Link zur Herstellerseite) entschieden. Folgend die Punkte, die mir wichtig waren und mich überzeugt haben:

  • 5 Brenner und ausreichend Grillfläche
  • Backburner
  • Drehspieß-Set inkl. Motor dabei
  • Edelstahl-Deckel (hauptsächlich aus optischen Gründen für mich wichtig)
  • Räuchereinsatz
  • President’s Limited Lifetime Warranty

Besonders der letzte Punkt ist bei einem Einbaugrill (den man ja dann nicht mehr so ohne Weiteres austauschen kann) sicherlich ein sehr wichtiger Aspekt für die Entscheidung. Also wurde der Grill bestellt und stand dann zwei Tage später auf seiner Palette in unserem Wohnzimmer. Jetzt musste es natürlich langsam mal losgehen, da meiner Frau dieser „Einrichtungsgegenstand“ im Wohnzimmer überhaupt nicht gefallen hat. 🙂

Die Planung

Folgende Eckpunkte haben wir dann vorab festgelegt:

  • Alles sollte komplett rückbaubar sein
  • Die Outdoorküche sollte auf der bestehenden Terrasse stehen
  • Die Außenmaße des L-förmigen Fundaments (durch die Ecke und die bestehenden Überdachung quasi vorgegeben) – 3,30m x 1,58m
  • Kühlschrank
  • Spüle
  • Platz für die Gasflasche

Unter Beachtung dieser Punkte ist dann schnell ein grober Plan für die Outdoorküche entstanden.

Plan für eine Outdoorküche

Als Material für die Seitenwände hatten wir uns Porenbeton-Plansteine ausgesucht. Die sind leicht zu transportieren, kosten nicht die Welt und können relativ einfach verarbeitet werden. Fundament und Arbeitsplatte sollten aus Beton gegossen werden. Verkleidet wird später alles mit Holz.

Hier ein zunächst einmal ein Bild von der Ecke der Terrasse vor dem Bau:

Das Fundament

Mit dem groben Plan an der Hand konnten dann auch die groben Arbeiten im November 2017 beginnen. Erster Schritt war hier das Betonfundament welches auf die bestehende Terrasse gegossen werden sollte. Das war in erster Linie notwendig um einen ebenen Untergrund zu schaffen, da die Terrasse leicht abschüssig angelegt wurde und deshalb keinen 100% ebenen Untergrund bot.

Um alles rückbaubar zu halten haben wir dafür den Terrassenboden zunächst mit einer 1mm dicken Teichfolie abgeklebt und die Wände wurden mit Styropor-Platten geschützt. Die Teichfolie ließ sich bei den niedrigen Temperaturen leider nur sehr schwer von ihren Falten befreien. Aber mit ein wenig Geduld waren dann irgendwann die größten Falten weg.

Die Schalung

Danach haben wir dann die Schalung für das Fundament gebaut. Die war in ihrer Grundform relativ simpel, da sie quasi nur die Außenkanten der Küche markierte. Beim Zuschnitt musste natürlich beachtet werden, dass die Terrasse vom Haus weg abfällt. Sie tut das glücklicherweise relativ gleichmäßig, so dass der Zuschnitt der Schalungsbretter am Ende gar nicht so problematisch war. Damit das Holz da blieb wo es bleiben sollte, habe ich Baumarkt einfach ein paar preiswerte Terrassenplatten als Gewicht besorgt. Dann noch ein paar Estrich-Gitter und etwas Armierungsstahl rein und es war alles bereit für den Beton.

Der Beton

Zu den nächsten Schritten gibt es nicht wirklich viel zu sagen. Der Beton muss eben nach Anleitung auf den Säcken angemischt und in der Schalung verteilt werden. Bei knapp 8 Säcken hat sich da das Leihen eines Zwangsmischers nicht wirklich gelohnt, deshalb habe ich mir bei Amazon einen Mörtelrührer von Einhell (Amazon) bestellt. Der war preiswerter als die Tagesmiete des Mischers (den ich ja auch erstmal irgendwie hätte nach Hause transportieren müssen) und würde schließlich auch nicht nur einmal gebraucht werden. Nach dem Anrühren von zwei Säcken hab ich mir dann aber irgendwie doch den Zwangsmischer aus dem Baumarkt gewünscht. Ziemlich anstrengend! 🙂 Half aber nix – musste jetzt weitergehen…

Abwarten…

Irgendwann war die Schalung dann endlich voll, die Oberfläche mit der Wasserwaage abgezogen und es blieb nichts mehr anderes übrig als zu warten. Durch die niedrigen Temperaturen leider länger als mir lieb war… 😐

Weiter geht es hier mit Teil 2 – Grundmauern…

2 Kommentare

  1. Hi!
    Ein tolles Projekt und supr umgesetzt. Dazu noch eine sehr gut gemachte Erläuterung der einzelnen Etappen. Vielen Dank dafür.
    Hast Du mal in etwa berechnet, was die Materialien (ohne Grill) in etwa gekoset haben?
    Was für ein Holz hast Du für die Verblendung verwendet?
    Beste Grüße
    Jens

    • Hi Jens!

      Danke für das Lob! 🙂

      Also alles in allem waren es knapp 2.500,-€. Da ist aber auch wirklich alles eingerechnet – vom ersten Sack Beton bis zur letzten Schraube.

      Man kommt aber bestimmt auch mit 1000,-€ weniger hin, wenn man bei den Einzelteilen etwas mehr den Sparfuchs entscheiden lässt. Alleine die Fliesen haben z.B. 800,-€ gekostet. Hier kann man ohne Probleme auch Fliesen für 200,-€ finden. Das Gleiche gilt für Spülbecken, Armatur und die GIRA-Steckdosen/Schalter…

      Für die Verblendung habe ich Douglasie-Zaunlatten/Balkonbretter benutzt. Die waren damals beim hagebau bei uns im Angebot. Sowas hier ungefähr –> Douglasie Zaunlatten (Amazon)

      Viele Grüße!
      Dirk

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